2013 Awards

Viele der bei uns veröffentlichten Arbeiten sind preisgekrönt: Die Spanne reicht von national bedeutsamen Auszeichnungen bis zur Förderung der Drucklegung herausragender wissenschaftlicher Arbeiten.

Baker & MacKenzie Preis 2012 für Dr. Daniel Klösel

Klösel Baker & MacKenzie Preis 2012 für Dr. Daniel Klösel Die Privatisierung des Rechts wirft vor allem die Frage nach einem Gemeinwohlbezug der privaten Regeln auf („Konstitutionalisierung“). Um einen solchen zu gewährleisten, macht der Autor in seiner 2012 beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Compliance-Richtlinien - Zum Funktionswandel des Zivilrechts im Gewährleistungsstaat“ einen Funktionswandel des staatlichen Zivilrechts aus, der zu konkreten Reformvorschlägen im Internationalen Privatrecht, Vertragsrecht und der privatrechtlichen Grundrechtsdrittwirkung führt. Daniel Klösel wurde für seine Dissertation der Baker & MacKenzie Preis 2012 verliehen.
 
Soweit die Herausforderungen des Sozialstaats im 20. Jahrhundert zu einer Materialisierung des ursprünglich formalen Privatrechts geführt hat, muss den Herausforderungen des Gewährleistungsstaats im 21. Jahrhundert durch eine Prozeduralisierung begegnet werden, die sowohl die Regulierungseffekte privater Regeln fördert als auch deren Gemeinwohlbezug in den Blick nimmt. Ausgehend von diesem Funktionswandel macht der Autor konkrete Reformvorschläge im Internationalen Privatrecht, Vertragsrecht und der Grundrechtsdrittwirkung, die er am Beispiel der arbeitsrechtlichen Debatte um Compliance-Richtlinien ausformuliert.

Dr. Daniel Klösel, geb. 1982, studierte Rechts- und Politikwissenschaften in Frankfurt am Main. 2007 erfolgte das 1. Staatsexamen, von 2009 bis 2011 das Referendariat in Frankfurt am Main und London, U.K. Seit 2011 ist er als Rechtsanwalt in einer internationalen Anwaltssozietzät in Frankfurt am Main tätig.

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CBH-Promotionspreis der Universität zu Köln für Oliver Schilling

Schilling CBH-Promotionspreis der Universität zu Köln für Oliver Schilling In der beim Nomos Verlag erscheinenden Dissertation „Zwangsläufiger, pflichtbestimmter Aufwand in Ehe und Familie - Ein Beitrag zur einkommensteuerrechtlichen Veranlassungstheorie“ von Oliver Schilling werden die gesetzgeberischen Bindungen bei der einkommensteuerlichen Berücksichtigung von Aufwendungen analysiert, die der Vereinbarkeit von Ehe und Familie mit dem Erwerbsleben dienen. Oliver Schilling wurde der CBH-Promotionspreis der Universität zu Köln verliehen.
Kaum eine Problematik des Einkommensteuerrechts ist so umstritten wie die Behandlung gemischt veranlasster Aufwendungen. Bei Aufwendungen, die der Vereinbarkeit von Ehe und Familie mit dem Erwerbsleben dienen, wird dieses Spannungsfeld durch die verfassungsrechtlichen Wertungen von Art. 6 GG zusätzlich aufgeladen.

Die Arbeit analysiert die Grenzen gesetzgeberischer Gestaltungsfreiheit in diesem Bereich. Einen zentralen Anknüpfungspunkt liefert die Rechtsprechung des BVerfG zum zwangsläufigen, pflichtbestimmten Aufwand, wonach Aufwendungen im Schnittbereich zwischen Erwerbs- und Privatsphäre nicht ohne weiteres zur freien Disposition des Gesetzgebers stehen. Die verfassungsrechtlichen Vorgaben fügt der Autor auf steuersystematischer Ebene in die dogmatischen Strukturen des Veranlassungsprinzips ein. Die Anwendbarkeit der abstrakten Leitlinien wird zudem an verschiedenen Beispielen erprobt.

Oliver Schilling, geb. 1979, absolvierte von 1999 bis 2002 eine Ausbildung im gehobenen Dienst der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. 2002 bis 2006 Studium der Rechtswissenschaften in Düsseldorf. 2006 bis 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Steuerrecht der Universität zu Köln. 2011 Zweites Staatsexamen. Seit 2011 Regierungsrat in der Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. 2012 Promotion an der Universität zu Köln.

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Beatrice Edgell-Preis für Dr. Manuela Scheuermann

Scheuermann Beatrice Edgell-Preis für Dr. Manuela Scheuermann In ihrer beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „VN-EU-Beziehungen in der militärischen Friedenssicherung - Eine Analyse im Rahmen des Multilateralismus-Konzepts“ legt Dr. Manuela Scheuermann die erste systematische Analyse der VN-EU-Beziehung in der militärischen Friedenssicherung vor. Im Jahr 2003 kooperierten Vereinte Nationen (VN) und Europäische Union (EU) erstmals in der militärischen Friedenssicherung. Seitdem haben sie ihre inter-organisationale Beziehung auf politischer und militärischer Ebene vertieft und durch weitere gemeinsame Einsätze verstetigt. In vier Fallstudien werden Ursachen, Ausgestaltung und Rollenverteilung dieser Governance-Form detailliert analysiert und vor dem Hintergrund des normativen Fundaments der Beziehung, dem Multilateralismus, bewertet.

Der Arbeit wurde der Beatrice Edgell-Preis für die beste Dissertation verliehen, die von einer Doktorandin der Philosophische Fakultät II der Universität Würzburg vorgelegt wurde.

Dr. Manuela Scheuermann, geb. 1977, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte in Würzburg, Potsdam und Berlin. 2006 Magistra Artium, 2007 bis 2009 Promotionsstipendiatin der Hanns-Seidel-Stiftung e.V., 2011 Promotion an der Universität Würzburg. Seit 2006 Mitarbeiterin an der Professur für Europaforschung und Internationale Beziehungen in Würzburg.

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Felix Heidenreich als Preisträger der Wissenschaftlichen Preisfrage des FIPH 2013

Heidenreich / Schaal Felix Heidenreich als Preisträger der Wissenschaftlichen Preisfrage des FIPH 2013 Am Samstag, den 7. September 2013, wurde in der Dombibliothek Hildesheim Dr. Felix Heidenreich als Preisträger der Wissenschaftlichen Preisfrage des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover 2013 „Was ist und wie entsteht demokratische Identität?“ ausgezeichnet.

In seiner beim Nomos Verlag erschienenen Dissertation „Politische Theorie und Emotionen“ versammelt Dr. Felix Heidenreich Beiträge zur Frage nach den Wechselverhältnissen von Politik und Emotion aus ideengeschichtlicher, philosophischer und soziologischer Perspektive und bietet einen Überblick über Stand und Perspektiven der Forschung.

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Dissertationspreis der Stiftung Kapitalmarktrecht für den Finanzstandort Deutschland für Dr. Osman Sacarcelik

Sacarcelik Dissertationspreis der Stiftung Kapitalmarktrecht für den Finanzstandort Deutschland für Dr. Osman Sacarcelik Dr. Osman Sacarcelik wurde für seine Dissertation „Rechtsfragen islamischer Zertifikate (Sukuk)“ mit dem Dissertationspreis der Stiftung Kapitalmarktrecht für den Finanzstandort Deutschland ausgezeichnet. Thema der Dissertation ist Sukuk, ein kapitalmarktfähiges verbrieftes Finanzierungsinstrument im Bereich des Islamic Finance, das zunehmend auch in Europa zu beobachten ist. Sukuk können zur Unternehmens-, Projekt- oder Immobilienfinanzierung eingesetzt werden. Die Produktpalette reicht von einfachen anleiheähnlichen Formen bis hin zu strukturierten Instrumenten. Auf der Grundlage von marktüblichen Formen werden die Rahmenbedingungen für Sukuk im deutschen Rechtsumfeld analysiert. Da es sich bei dem Thema um eine von der internationalen Kautelarpraxis entwickelte juristische Querschnittsmaterie handelt, werden dabei kapitalmarktrechtliche sowie u.a. vertrags- und insolvenzrechtliche Probleme im rechtsvergleichenden Zugriff beleuchtet.
 
Dr. Osman Sacarcelik, M.A., geb. 1979, studierte Rechtswissenschaften in Konstanz, Coventry (University of Warwick, Großbritannien) und Freiburg sowie Islamwissenschaften in Freiburg und Genf(Schweiz). 2008 1. Staatsexamen, 2010 Magister Artium, 2013 Promotion. 2008-2009 PricewaterhouseCoopers in Genf, seit 2009 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Unternehmens- und Kapitalmarktrecht in Münster, seit 2012 Rechtsreferendar im OLG-Bezirk Frankfurt a.M. (u.a. bei der BaFin).

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Jacques Lassier Preis für Dr. Eckart Bueren

Bueren Jacques Lassier Preis für Dr. Eckart Bueren Dr. Eckart Bueren, Wissenschaftlicher Referent am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, wurde für seine beim Nomos Verlag veröffentlichte Dissertation „Verständigungen - Settlements in Kartellbußgeldverfahren - Eine Untersuchung des Vergleichsverfahrens der Kommission mit einer rechtsvergleichenden und rechtsökonomischen Analyse“ von der International League of Competition Law (LIDC) mit dem Jacques Lassier Preis ausgezeichnet.

Das Werk analysiert Verständigungen (Settlements) in Kartellbußgeldverfahren aus rechtsvergleichender, rechtsökonomischer und juristischer Perspektive. Der Fokus liegt auf dem in Europa besonders wichtigen Vergleichsverfahren der Europäischen Kommission. Es werden praxisrelevante Fragen behandelt und Gestaltungs- bzw. Handlungsempfehlungen erarbeitet.

Der Autor, Volljurist und Dipl.-Volkswirt, resümiert und systematisiert im 1. Teil in Länderberichten einschlägige Verfahren wichtiger Kartellrechtsordnungen. Darauf aufbauend werden im 2. Teil kartellbußgeldrechtliche Verständigungen (rechts-)ökonomisch unter sorgfältiger Auswertung theoretischer sowie empirischer Forschung analysiert, wobei unter anderem Auswirkungen auf Vollzugsfehler, den privaten Vollzug sowie die Abschreckung betrachtet werden. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen widmet sich der 3. Teil dem europäischen Vergleichsverfahren und untersucht aus juristischer Perspektive dessen Ablauf sowie Rechtswirkungen mit besonderem Blick auch auf praxisrelevante Fragen. Der 4. Teil führt die Ergebnisse zusammen und erörtert Perspektiven.

Bereits 2012 wurde Dr. Eckart Bueren für seine Arbeit der FORIS-Preis verliehen, der exzellente zivilrechtliche Doktorarbeiten würdigt und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses dient.

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Swiss-academies award for transdisciplinary research 2013 für Dr. Oliver Streiff

Streiff Swiss-academies award for transdisciplinary research 2013 für Dr. Oliver Streiff In seiner 2013 im Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Baukultur als regulative Idee einer juristischen Prägung des architektonischen Raums - Impulse für Neuerungen im raumwirksamen Recht“ erläutert Dr. Oliver Streiff die gesellschaftlich relevante Frage nach der Qualität des bebauten Raums in der Schweiz. Die ungenügende Qualität der baulichen Umwelt wird viel beklagt und macht eine Korrektur des raumwirksamen Rechts notwendig: Nur eine kulturell geprägte Regulierung kann adäquate Randbedingungen für die Wandlungsprozesse im architektonischen Raum liefern. Das Buch liefert Bausteine für entsprechende Entwicklungen. Es richtet sich nicht nur an Juristinnen und Juristen, sondern ist auch aus architektonischer, planerischer oder denkmalpflegerischer Perspektive lesenswert. Einem transdisziplinären Ansatz folgend werden relevante Sachstrukturen freigelegt und zu Thesen verdichtet.

Dr. Oliver Streiff wurde für seine Arbeit an der Schnittstelle Rechtswissenschaft, Architektur, Denkmalpflege, Raumplanung und Politik der Preis für Nachwuchsforschende der Akademien der Wissenschaften Schweiz verliehen. Alle zwei Jahre werden exzellente transdisziplinäre Forschungsprojekte ausgezeichnet. Der „swiss-academies award for transdisciplinary research“ wird in drei Kategorien verliehen - der Nachwuchspreis wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Die Auszeichnungen sind mit insgesamt 75000 Franken dotiert.

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Harry-Westermann-Preis für Alexander Scheuch

Scheuch Harry-Westermann-Preis für Alexander Scheuch Der altbekannte Satz, wer als Gesellschafter einer GbR erscheine, hafte auch wie ein solcher, gehört auf den Prüfstand. Die Rechtsprechung bejaht eine solche Rechtsscheinhaftung insbesondere bei Freiberuflern. Alexander Scheuch untersucht in seiner Dissertation „Der Scheingesellschafter der Gesellschaft bürgerlichen Rechts - Unter besonderer Berücksichtigung fehlerhafter Eintragungen in der GmbH-Gesellschafterliste“ zunächst im Einzelnen, inwieweit deren Voraussetzungen tatsächlich erfüllt sind. Anschließend geht er darauf ein, wie es sich auf die Scheingesellschafterlehre auswirkt, dass der Gesetzgeber zunehmend Registrierungspflichten für BGB-Gesellschaften, z.B. im Grundbuch, aufstellt. Zuletzt nimmt sich die Arbeit der bislang ungeklärten Frage an, ob die Mitglieder einer GbR auch in die GmbH-Gesellschafterliste nach § 40 GmbHG n.F. einzutragen sind und welche Folgen Falscheinträge haben.

Der Arbeit wurde der Harry-Westermann-Preis 2013 der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verliehen.

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