2016 Awards

Many of the works published at Nomos have received prizes. These range from funding awards for printing outstanding scientific works to nationally recognized honors.

Kooperative Kostensteuerung in der Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln

Vilaclara Kooperative Kostensteuerung in der Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln Wissenschaftspreis der GRPG für Dr. Ilona Vilaclara

In ihrer beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Kooperative Kostensteuerung in der Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln – Ein deutsch-französischer Rechtsvergleich“ gibt Dr. Ilona Vilaclara eine umfassende Darstellung des deutschen und des französischen Hilfsmittelrechts in den gesetzlichen Krankenversicherungssystemen.

Der dynamische und innovative Hilfsmittelmarkt zeichnet sich durch kurze Produktzyklen und ein hohes Maß an technischem Fortschritt aus. Dies spiegelt sich in steigenden Ausgaben für die Versicherungssysteme wider, so dass der Ausgabenstabilisierung mittels staatlicher Kostensteuerung in den vergangenen Jahren große Bedeutung zukam. In Deutschland und Frankreich gab es unlängst bedeutende Veränderungen in der Kostensteuerung medizinischer Hilfsmittel durch Einführung von Wettbewerb in Deutschland und einer unabhängigen Kosten-Nutzen-Analyse in Frankreich, die Anlass für diese Arbeit gaben.

Die Arbeit von Dr. Ilona Vilaclara wurde mit dem 20. Wissenschaftspreis der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen (GRPG) ausgezeichnet. Mit dem Preis werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten geehrt, die den Zielen der GRPG entsprechen. Dazu zählt zum Beispiel die Förderung des interdisziplinären Austausches und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung auf den verschiedenen Gebieten des Gesundheits- und Sozialrechtes, aber auch im Bereich der Gesundheits- und Sozialpolitik.

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Politische Anwälte?

Seliger Politische Anwälte? Forumspreis 2014 für Dr. Hubert Seliger

In seiner Dissertation „Politische Anwälte? – Die Verteidiger der Nürnberger Prozesse – Eine sozial- und politikgeschichtliche Studie“ untersucht Dr. Hubert Seliger auf breiter Quellenbasis die Biographien der Strafverteidiger der Nürnberger Prozesse und ihre Rolle als „politische Anwälte“ (Otto Kirchheimer) in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung um die Aufarbeitung der Untaten des NS-Regimes.

Die Arbeit rückt die Strafverteidiger der Nürnberger Prozesse als eigenständige, nicht zuletzt politische Akteure neben ihren Mandanten in den Blick. Im ersten Teil der Studie werden unter Heranziehung einer breiten Quellenbasis erstmalig sämtliche Biographien der in den Nürnberger Prozessen aufgetretenen Strafverteidiger und die Zusammensetzungen der einzelnen Verteidigerteams untergliedert nach Mandantengruppen vorgestellt. Der zweite Teil der Studie steht unter dem Schlagwort des „politischen Anwalts“ (Otto Kirchheimer). Anhand ausgewählter Dokumente werden vor dem Hintergrund ihrer politischen Sozialisation Erklärungs- und Rechtfertigungsansätze prominenter Nürnberger Strafverteidiger wie Otto Kranzbühler, Rudolf Dix oder Alfred Seidl für das Dritte Reich und seiner Folgen analysiert. Abschließend untersucht die Arbeit deren Rolle in den gesellschaftlichen Debatten um den Umgang mit dem NS-Regime und als Strafverteidiger von NS-Gewalttätern in der Bundesrepublik Deutschland.

Der Arbeit wurde der Forumspreises 2014 vom Forum Anwaltsgeschichte e.V. verliehen. Mit dem Preis wir ein herausragender Beitrag zum Verständnis der Anwalts- bzw. Advokaturgeschichte geehrt. Er wird alle zwei Jahre unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Justizministers verliehen.

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Europäisierung und Islam in Bosnien-Herzegowina

Kudo Europäisierung und Islam in Bosnien-Herzegowina Zwei Preise für Dr. Kerim Kudo

Dr. Kerim Kudo analysiert in seiner beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Europäisierung und Islam in Bosnien-Herzegowina – Netzwerke und Identitätsdiskurse“ das Verhältnis zwischen „Europäisierung und Islam“ in Bosnien-Herzegowina. Der europäische Erweiterungsprozesses wirft die Frage auf, woran eine potentielle Zugehörigkeit zu Europa festgemacht werden kann. Vor dem Hintergrund kulturell-religiöser Debatten, in denen zunehmend „der“ Islam als Gegensatz zu Europa gezeichnet wird, und der Tatsache, dass im Fall einer Südosterweiterung der EU mit Bosnien-Herzegowina ein Staat mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung aufgenommen würde, steht die „Europatauglichkeit“ dieser Region zur Diskussion.

Der Autor untersucht das Verhältnis zwischen „Europäisierung und Islam“ anhand religiös-politischer Netzwerke und Identitätsdiskurse bosnischer Muslime. In besonderer Weise werden antimuslimische Diskurse Südosteuropas mit in die Analyse einbezogen, innerhalb derer die europäische Zugehörigkeit bosnischer Muslime entschieden zurückgewiesen wird.

Die Arbeit wurde mit dem Förderpreis der Fritz und Helga Exner-Stiftung 2015 und dem Dissertationspreis Kulturwissenschaften 2015 ausgezeichnet.

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Rechtliche Fragen der Aufbereitung von Medizinprodukten

Knauer Rechtliche Fragen der Aufbereitung von Medizinprodukten Wissenschaftspreis Medizinprodukterecht 2015 für Dr. Jana Knauer

In ihrer beim Nomos Verlag erscheinenden Dissertation „Rechtliche Fragen der Aufbereitung von Medizinprodukten – Unter besonderer Berücksichtigung medizinischer Einmalprodukte“ untersucht Dr. Jana Knauer die komplexen rechtlichen Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit der Aufbereitung von Medizinprodukten stellen und berücksichtigt dabei insbesondere potenzielle haftungsrechtliche Risiken. Die Praxis der Aufbereitung und Wiederverwendung von Medizinprodukten, insbesondere von Einmalprodukten, ist seit vielen Jahren Gegenstand kontroverser Diskussionen. Berichte, wonach Medizinprodukte durch die erste Anwendung und die Schritte der Aufbereitung eine Einschränkung ihrer Leistungsfähigkeit erfahren, als auch über hygienische Defizite sowie ein zunehmendes Bewusstsein für die Problematik der nosokomialen Infektionen in deutschen Kliniken rücken die Thematik immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit und auf die politische Tagesordnung. Noch immer ist die Frage der Zulässigkeit der Aufbereitung medizinischer Einmalprodukte nicht unumstritten.

Die Verfasserin untersucht umfassend die komplexen rechtlichen Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit der Aufbereitung von Medizinprodukten stellen und berücksichtigt dabei insbesondere die potenziellen haftungsrechtlichen Risiken. Dr. Jana Knauer wurde für ihre Arbeit der Wissenschaftspreis Medizinprodukterecht 2015 verliehen.

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Delegierte Rechtsetzung in der EU

Kollmeyer Delegierte Rechtsetzung in der EU Dissertationspreis der Juristischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe für Dr. Daniel Kollmeyer

In seiner beim Nomos Verlag erschienenen Dissertation „Delegierte Rechtsetzung in der EU – Eine Analyse der Art. 290 und 291 AEUV“ zeigt Dr. Daniel Kollmeyer, wie es möglich ist, zu einer rechtssicheren Abgrenzung der Anwendungsbereiche der Art. 290 und 291 AEUV zu gelangen und diesen Ansatz kohärent in das Gesamtsystem europäischer Rechtsetzung einzufügen. Die Arbeit widmet sich zudem weiteren damit zusammenhängenden Einzelfragen, etwa der Frage, welche Anforderungen an einen sogenannten Basisrechtsakt zu stellen sind, der zum Erlass von delegierten Rechtsakten und von Durchführungsrechtsakten ermächtigt. Insbesondere wird auch erforscht, welche Rolle heute Komitologieausschüsse, Expertengruppen und Agenturen der Europäischen Union in den Bereichen der Ausarbeitung und der Kontrolle delegierter Rechtsetzung in der EU spielen.

Dr. Daniel Kollmeyer wurde für seien Arbeit der Dissertationspreis der Juristischen Gesellschaft Ostwestfalen-Lippe verliehen.

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Die Unanwendbarkeit richtlinienwidriger deutscher Arbeitsgesetze

Greif Die Unanwendbarkeit richtlinienwidriger deutscher Arbeitsgesetze „Aulinger-Preis“ 2016 für Dr. Stefan Greif

In seiner beim Nomos Verlag veröffentlichten Dissertation „Die Unanwendbarkeit richtlinienwidriger deutscher Arbeitsgesetze – Eine Analyse der Rechtsprechung des EuGH zum Anwendungsvorrang der Unionsgrundrechte in Rechtsstreitigkeiten zwischen Privaten“ beantwortet Stefan Greif die Frage, inwieweit die darin aufgestellten Grundsätze zum Anwendungsvorrang ungeschriebener Unionsgrundrechte auch auf die EUGrdRCh übertragbar sind.

Der EuGH erregt immer wieder Aufsehen mit Entscheidungen, die man entweder als unerwartet oder als ungewöhnlich bezeichnen kann und die teilweise auch neue Rechtsinstitute kreieren. In diese Kategorie fallen auch die Entscheidungen in den Rechtssachen „Mangold“ und „Kücükdeveci“. Diese beiden Urteile hatten zur Konsequenz, dass zwei deutsche Arbeitsgesetze, die sich als mit unionalen Richtlinien unvereinbar erwiesen, in Rechtsstreitigkeiten zwischen Privaten unangewendet bleiben mussten. Aufsehen erregte dies deshalb, weil der EuGH nicht die „unmittelbare Wirkung“ unionaler Richtlinien, sondern den Anwendungsvorrang eines ungeschriebenen Unionsgrundrechts als ursächlich für die Unanwendbarkeit der beiden deutschen Gesetze erachtete. Ob und inwieweit sich diese EuGH-Rechtsprechung auch auf die nunmehr in der Europäischen Grundrechtecharta positivierten Grundrechte übertragen lässt, bzw. durch den EuGH bereits übertragen wurde, ist Gegenstand der vorliegenden Untersuchung.

Dr. Stefan Greif wurde für die Arbeit der „Aulinger-Preis“ 2016 verliehen. Der Preis wird seit 2005 ausgelobt und ist eine Auszeichnung für herausragende Dissertationen, die auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts einschließlich des Steuerrechts an der Ruhr-Universität Bochum entstanden sind.

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Die Bedeutung von institutionellen Anlegern für die interne Corporate Governance ihrer Beteiligungsunternehmen

Bassler Die Bedeutung von institutionellen Anlegern für die interne Corporate Governance ihrer Beteiligungsunternehmen Südwestmetall-Förderpreis 2016 für Dr. Moritz Bassler

Dr. Moritz Bassler analysiert in seiner beim Nomos Verlag erschienenen Dissertation „Die Bedeutung von institutionellen Anlegern für die interne Corporate Governance ihrer Beteiligungsunternehmen – Inhalt und rechtliche Grenzen des institutionellen Anlegeraktivismus“, ob und inwieweit institutionelle Anleger beteiligungsvermittelte Einflussnahmeinstrumente zur internen Unternehmensüberwachung einsetzen und welche rechtlichen Restriktionen sie dabei beachten müssen.

Die Arbeit untersucht Inhalt, ökonomische Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der internen Einflussnahme von institutionellen Anlegern auf ihre Beteiligungsunternehmen. Im Fokus stehen dabei die von institutionellen Anleger präferiert eingesetzten informellen Instrumente (insb. sog. one-on-ones), deren gesellschaftsrechtliche Zulässigkeit trotz ihrer weiten Verbreitung bis heute weitgehend ungeklärt sind.

Dr. Moritz Bassler wurde für seine Arbeit der Südwestmetall-Förderpreis 2016 verliehen. Mit den Südwestmetall-Förderpreisen zeichnet der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg seit über 25 Jahren herausragende Nachwuchswissenschaftler der Landesuniversitäten und deren Arbeiten aus, die für die industrielle Arbeitswelt und/oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.

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Gemeinden als Rettungsanker der EU?

Tausendpfund Gemeinden als Rettungsanker der EU? Preis der überparteilichen Europa-Union Deutschland

Dr. Markus Tausendpfund ist für seine Dissertation „Gemeinden als Rettungsanker der EU? – Individuelle und kontextuelle Faktoren der Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger zur Europäischen Union“ mit dem Preis des Kreisverbandes Bodenseekreis der überparteilichen Europa-Union Deutschland ausgezeichnet worden.

In der Studie schließt Tausendpfund die Forschungslücke, ob Gemeinden tatsächlich dafür geeignet sind, die Distanz zwischen der Staatengemeinschaft und den Bürgern zu verringern. Gemeinden gelten als „Keimzelle für das Zusammenleben in Europa“ und als „Fundament der Staatengemeinschaft“. Markus Tausendpfund untersucht erstmals den Einfluss individueller Merkmale und des lokalen Umfelds auf die Zustimmung der Bürger zur Staatengemeinschaft.

Der Preis des Kreisverbandes Bodenseekreis der überparteilichen Europa-Union Deutschland zeichnet wissenschaftlich Arbeiten aus, die sich mit dem Thema „Kommunale Selbstverwaltung - Auswirkungen des Europa- und Gemeinschaftsrechtes auf die kommunale Ebene“ befassen.

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Prominentenstrafrecht

Meinecke Prominentenstrafrecht Dr. Fabian Meinecke vom Verein Deutscher Strafverteidiger ausgezeichnet

Dr. Fabian Meinecke wurde vom Verein Deutscher Strafverteidiger für sein Werk „Prominentenstrafrecht – Funktionsträger aus Politik und Wirtschaft im Strafverfahren“ mit dem Dissertationspreis des Vereins ausgezeichnet

In der Fachöffentlichkeit wird die Meinung nahezu einhellig geteilt, dass die häufig zu beobachtende skandalisierte Berichterstattung über prominente Tatverdächtige aus Politik und Wirtschaft Auswirkungen auf das Strafverfahren hat. Mit dem Entwurf des „Prominentenstrafrechts“ untersucht Meinecke die rechtlichen Auswirkungen und die wissenschaftlichen Grundlagen dieser Beobachtung und zeichnet die zahlreichen Einflüsse medienwirksamer Empörungswellen auf gegen Einzelpersonen geführte Verfahren nach. Aufgrund insbesondere in der Wirtschaft wegen herausgehobener Funktionen „prominenzierte“ Menschen müssen oftmals Beeinträchtigungen ihrer Persönlichkeitsrechte hinnehmen, wenn sie mit Strafvorwürfen konfrontiert sind. Der Dissertationspreis des Vereins Deutscher Strafverteidiger wird an Personen verliehen, deren Arbeiten sich in besonderer Weise im Bereich Strafrecht und Strafverteidigung verdient gemacht haben.

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Delikt und Äußerungsdelikt

Fluschnik Delikt und Äußerungsdelikt Promotionspreis für Dr. Jan Christoph Fluschnik

Dr. Jan Christoph Fluschnik erhielt für sein Werk „Delikt und Äußerungsdelikt – Die zivilrechtliche Haftungsstruktur aus Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld“ den Promotionspreis der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald.

Das Werk befasst sich anhand des Äußerungsdeliktsrechts mit der Frage nach Bedeutung und Berechtigung der traditionellen Struktur des Deliktsrechts aus Tatbestand, Rechtswidrigkeit und Schuld. Diese hochgradig wichtige und praktisch bedeutsame Grundfrage des Äußerungsrechts wird erstmals grundlegend und umfassend untersucht. Dabei gibt der Titel Antworten anhand der Grundlagen und dreier Einzelaspekte der dreigliedrigen Struktur und wirbt mit einem aus den Ergebnissen abgeleiteten äußerungsrechtlichen Gesamtkonzept dafür, sich die dogmatischen und rechtspraktischen Vorteile der traditionellen Struktur des Deliktsrechts auch wieder im Äußerungsdeliktsrecht zunutze zu machen. Die Schrift ist reflektiert und kritisch, sowohl fallbezogen als auch dogmatisch-abstrakt und erhellt rechtsgeschichtliche Entwicklungen sowie delikts- und grundrechtliche Zusammenhänge.

Dr. Jan Christoph Fluschnik wurde für die Arbeit der Promotionspreis der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald verliehen.

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Konzerngesellschaft als Betriebstätte

Roth Konzerngesellschaft als Betriebstätte Südwestmetall-Förderpreis 2016 für Dr. Matthias Roth

Dr. Matthias Roth analysiert in seiner beim Nomos Verlag erscheinenden Dissertation „Konzerngesellschaft als Betriebsstätte – Netzwerke und Identitätsdiskurse“ Art. 5 Abs. 7 OECD-MA. Nach Art. 5 Abs. 7 OECD-MA wird allein dadurch, dass eine in einem DBA-Staat ansässige Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer Gesellschaft beherrscht wird, die im anderen Vertragsstaat ansässig ist oder dort ihre Geschäftstätigkeit ausübt, keine der beiden Gesellschaften zur Betriebstätte der anderen. Diese Regelung schien lange Zeit eine zufriedenstellende und klärende Antwort zu bieten. Doch stellen sich heute anspruchsvolle Streitfragen. So beansprucht der Quellenstaat in Fällen, in denen eine Obergesellschaft eine Betriebstätte im Sitzstaat einer Tochtergesellschaft begründet, neben dem Recht zur Besteuerung des durch Fremdvergleich ermittelten eigenen Gewinns der Tochtergesellschaft auch das Recht, einen Teil des Mehrwerts, den diese Tochtergesellschaft dem Unternehmensverbund im Ganzen vermittelt, zu besteuern.

Ob und unter welchen Voraussetzungen das Betriebstättenkonzept für verbundene Unternehmen eine solche Relevanz entfaltet, ist Gegenstand der Arbeit, für die Dr. Matthias Roth mit dem Südwestmetall-Förderpreis 2016 ausgezeichnet worden ist. Mit den Südwestmetall-Förderpreisen zeichnet der Verband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg herausragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlern aus, die für die industrielle Arbeitswelt oder deren sozialpolitische Rahmenbedingungen von Bedeutung sind.

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Stammzellenreprogrammierung

Faltus Stammzellenreprogrammierung Dissertationspreis für Dr. Timo Faltus

Erstmals liegt mit Dr. Timo Faltus` Werk „Stammzellenreprogrammierung – Der rechtliche Status und die rechtliche Handhabung sowie die rechtssystematische Bedeutung reprogrammierter Stammzellen“ eine Untersuchung der Stammzellenreprogrammierung vor, die für die Human- und Veterinärmedizin die Erzeugung und Verwendung reprogrammierter Stammzellen (iPS Zellen) interdisziplinär und rechtssystematisch erschließt. Hierzu werden Rechtsfragen der Grundlagenforschung, der Arzneimittelentwicklung, der therapeutischen Anwendung, des Gewerblichen Rechtsschutzes und umsatzsteuerrechtliche Aspekte berücksichtigt. Zudem enthält die Darstellung umfangreiche naturwissenschaftliche-medizinische und technische Erläuterungen der Stammzellenreprogrammierung und Stammzellenmedizin, die speziell auf die Anforderungen nicht-naturwissenschaftlicher Leser zugeschnitten sind. Neben den heute offenen (Rechts-)Fragen der Stammzellenreprogrammierung geht die Darstellung im Rahmen einer Folgetechnikeinschätzung extrapolierend auch auf die zu erwartenden künftigen Entwicklungen der Stammzellenmedizin im Bereich der Stammzellenreprogrammierung ein und zeigt hierzu jeweils Lösungsansätze.

Dr. Timo Faltus ist der Dissertationspreis des Juristischen Bereichs der Universität Halle-Wittenberg verliehen worden. Der Preis wird jährlich für eine herausragende Arbeit im Bereich der Rechtswissenschaften vergeben.

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Rechtspluralismus und Rechtsgeltung

Gailhofer Rechtspluralismus und Rechtsgeltung Professor Walter Hug Preis für Dr. Peter Gailhofer

Wie lässt sich die Geltung des Rechts unter den Bedingungen rechtlicher Pluralität begründen? Um das Paradigma Rechtspluralismus entspinnen sich seit langem sozialwissenschaftliche, zunehmend aber auch rechtstheoretische Diskussionen. Die vielschichtigen Phänomene und praktischen Probleme, auf die sich diese beziehen – die gelebten Normen kultureller Minderheiten oder die normativen Ordnungen der globalisierten Gesellschaft (wie das transnationale Investitionsschutzrecht oder die „lex digitalis“) – sind in ihrer aktuellen politischen Brisanz exemplarisch für eine auch theoretisch interessante Ambivalenz des Konzepts.

Dr. Peter Gailhofer rekonstruiert und analysiert in seinem Werk „Rechtspluralismus und Rechtsgeltung“ zunächst die wesentlichen Themen und Probleme und entwickelt eine eigenständige Fassung des vielschichtigen Begriffs des Rechtspluralismus. Im zweiten Teil der Arbeit gelangt er zu einer rechtstheoretisch fundierten Annäherung an die damit konkretisierte Frage nach den Geltungsbedingungen des Rechts.

Dr. Peter Gailhofer wurde für seine Arbeit der Professor Walter Hug Preis verliehen. Mit dem Dissertationspreis werden rechtswissenschaftliche Dissertationen zum schweizerischen Recht prämiert, die bereits an den Universitäten die höchste Auszeichnung erfahren haben und sich zusätzlich durch besondere wissenschaftliche Qualitäten auszeichnen.

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